Orakel-Torte / Wickeltorte und Glückskekse

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Diese Wickeltorte passt perfekt zu Silvester! Sie sieht sehr festlich aus und überrascht beim Anschneiden mit einer ungewöhnlichen Optik, da die Biskuitböden nicht wie üblich waagrecht, sondern senkrecht verarbeitet sind. Gefüllt mit einer Quark-Sahne-Creme, die ihr zartrosa Aussehen fruchtigen Himbeeren verdankt. Sollte das deine Gäste noch nicht begeistern, werden es in in jedem Fall die selbstgebackenen Glückskekse tun. Der große Vorteil zu gekauften, man kann seine Zukunft und die seiner Lieben nach eigenen Vorstellungen bestimmen. Wer legt sein Schicksal schon gerne in die Hände eines Anderen, wenn man doch selbst für den beruflichen Erfolg oder das erfüllte Liebesleben sorgen kann?!

Wickeltorte mit Himbeerfüllung bzw Orakeltorte und Glückskekse

Wickeltorte mit Himbeerfüllung bzw Orakeltorte und Glückskekse

ergibt 1 Wickeltorte mit 24 cm Ø
Zutaten Biskuitteig:
5 Eigelb
4 Eiweiße
1 EL heißes Wasser
100 g Zucker
70 g Mehl
40 g Speisestärke

 

Zutaten Mürbeteig:
120 g Mehl
25 g Zucker
60 g Butter
1 Eigelb

 

Zutaten Dekor:
200 g Sahne
1 Pck. Sahnesteif
Zutaten Füllung:

300 g Himbeeren, TK
200 g Schmand
250 g Magerquark
100 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
3 Beutel Agartine
200 ml Flüssigkeit z.B. Milch, Wasser, roter Saft
300 g Sahne
200 g Himbeerkonfitüre

 

Zutaten Glückskekse:
30 g Butter, zerlassen
40 Puderzucker
2 Eiweiße
40 g Mehl
Papierstreifen

Zubereitung Orakel-Torte / Wickeltorte und Glückskekse:

Zubereitung Mürbeiteig:

Alle Zutaten für den Mürbeteig rasch zu einem Teig verkneten.
Zwischen 2 Folien oder Backpapierbögen ausrollen und den Boden einer gefettete Springform (24 cm) damit belegen.
Den Springformrand darum schließen und den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen.
Die Springform mit dem Mürbeteig ca. 30 Minuten kühl stellen.
Ofen auf 200° C Ober-und Unterhitze vorheizen und den Mürbeteig ca. 15 Minuten backen.
Etwas abkühlen lassen, dann vom Backformboden lösen und auf eine Tortenplatte setzen.

 

Zubereitung Biskuitmasse:

Den Backofen auf 200° C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Mehl und Speisestärke vermengen.
Eier, Eigelbe und Wasser in einer Schüssel mit dem Handrührgerät, oder Küchenmaschine ca. 2 Minuten schlagen.
Zucker dazurieseln lassen und mindestens weitere 3-5 Minuten auf höchster Stufe rühren, bis eine dicke, voluminöse, hell-cremige Masse ensteht.
Mehl-Speisestärke-Mischung dazusieben und behutsam unterheben.
Die Biskuitmasse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und glattstreichen.
Auf der 2. Schiene von unten ca. 10-12 Minuten goldbraun backen.
Ein sauberes Geschirrtuch mit 1 EL Zucker bestreuen und den Biskuit nach Ende der Backzeit mit Hilfe des Backpapiers vom Blech ziehen und kopfüber auf das Geschirrtuch legen.
Das Backpapier abziehen und den Biskuit vollständig auskühlen lassen.

 

Zubereitung Füllung:

Himbeeren abtauen lassen, pürieren und durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen.
Schmand, Magerquark, Vanillezucker, Zucker und Himbeerpüree verrühren.
Sahne steif schlagen und kühl stellen.
In einem kleinen Topf Milch, Wasser oder Saft mit Agartine glattrühren. Unter ständigem Rühren zum Kochen bringen, dann von der Herdplatte ziehen.
Einen Esslöffel der Himbeermasse zur heissen Agartine geben und zügig unterrühren. Diesen Vorgang noch 2 Mal wiederholen. Sobald 3 Esslöffel eingerührt sind, den gesamten Topfinhalt unter die Himbeermasse schlagen.
Einige Minuten kalt stellen, bis die Creme anfängt anzudicken.
In der Zwischenzeit 300 g Sahne steif schlagen.
Behutsam unter die fest werdende Himbeercreme heben.
Den Biskuit mit Himbeerkonfitüre bestreichen und darauf 3/4 der  Himbeersahnecreme verteilen, den Rest kühl stellen.
Die bestrichene Biskuitplatte kalt stellen, bis die Masse etwas Festigkeit bekommt.
Dann die Biskuitplatte in 4 gleichmäßige Längsstreifen (ca 7,5 cm breit, je nach Backblech) schneiden. Den ersten Streifen vorsichtig aufrollen und mit der Schnittfläche nach unten in die Mitte des Mürbeteigbodens stellen. Die restlichen Streifen schneckenhausartig darumlegen.
Einen Tortenring fest um die Wickeltorte legen und die übrige Himbeersahnecreme darauf glatt streichen. Wickeltorte mindestens 6 Stunden, am besten über Nacht, kalt stellen

 

Zubereitung Glückskekse:

Backofen auf 180° C Ober-und Unterhitze vorheizen.
Eiweiße leicht schaumig schlagen, dann Puderzucker und geschmolzene Butter dazugeben und unterrühren.
Mehl zufügen und nur kurz, aber g´ründlich einrühren.
Ein Backblech mit Backpapier belegen und auf diesem 3 dünne Teigkreise streichen. Sie sollten ca. 8 cm im Durchmesser haben. Mehr als 2-3 Kekse gleichzeit zu backen ist nicht empfehlenswert, denn diese müssen gleich nach dem Backen gefaltet werden, bevor sie erkalten. Also lieber in Etappen backen. Wer das besonders gleichmäßig haben möchte, kann auf die Rückseite des Papiers die Kreise vorzeichnen, man sieht die Marierung durch das Backpapier durch.
Ca. 5 Minuten backen, bis die Ränder der Kekse leicht Farbe bekommen.
Rausnehmen, mit einem Messer, oder Palette vom Papier lösen, den Wunschzettel darauf legen und zum Halbmond falten. Diesen über einen Glas- oder Tassenrand biegen um die typische Form zu geben.
Der Teig reicht für ca. 12 Kekse.

 

Fertigstellung der Orakel-Torte / Wickeltorte:

Für den Dekor die Sahne mit dem Sahnsteif steif schlagen und die Seite der Wickeltorte einstreichen.
Die Glückskeke erst kurz vor dem Verzehr darauf setzen.
Bis dahin kühl stellen.

 

Anmerkung:

Das Herstellen der Glückskekse ist zugegeben etwas aufwendig und auch nicht ganz einfach! Es braucht schon ordentlich Fingerspitzengefühl um den richtigen Zeitpunkt des Faltens und Biegens zu erwischen. Wem das zu kompliziert ist, der kann auch auf fertige Glückskekse zurückgreifen, oder die Wickeltorte ganz ohne servieren.

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Ilka 13. Februar 2021 at 10:59

Vielen lieben Dank für das tolle Rezept. Die Torte hab ich mir selbst zum Geburtstag gebacken und sie war wirklich sehr lecker- und sah auch schön aus. Allerdings kam sie mir sehr klein vor, eher 20 cm als 24. Da sie ja ordentlich in die Höhe ging wurden trotzdem alle satt🙂. Mit der Agartine hatte ich ein kleines Problem. Du schreibst man soll sie zum Kochen bringen. Auf meiner Packung stand 2 min kochen, das hab ich dann auch gemacht. Dann auf den (sehr kalten) Balkon gestellt und schwupps- sie war schon richtig fest. Mit der Sahne hat sich das dann nicht mehr richtig verteilt . Ich war zwar sehr skeptisch aber geschmackllich tat das dem Ganzen keinen Abbruch. Reicht bei Agartine tatsächlich schon ein kurzes Aufkochen?
Ich bin auf jedem Fall vom Gesamtergebnis begeistert und werde bald das nächste Rezept ausprobieren. Danke nochmal!

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Joerx
Joerx 15. Februar 2021 at 20:05

Hallo Ilka,
es freut mich, dass dir/euch die Torte geschmeckt hat und auch keiner Hunger leiden musste! 😉
Mittlerweile bin ich von Agartine völlig weggekommen und verwende nur noch reines Agar Agar! Es hat den Vorteil, dass es immer gleichmäßig abbindet, ganz egal welche Flüssigkeiten man gelieren möchte.
Was mich an Agartine am meisten stört: Es wird mir zu viel mit anderen Zutaten gestreckt und bindet deshalb unsagbar schlecht ab. Wenn säuerliche Flüssigkeiten dazukommen, wird die Bindung gleich noch schlechter. Außerdem braucht man von diesem Produkt riesige Mengen, bei Agar Agar selten mehr als 2 Teelöffel. Du siehst, ich bin kein Fan mehr! 😉 Deshalb möchte ich auf genauere Anweisungen gar nicht mehr eingehen, aber natürlich schadet es auch nicht, wenn man die Flüssigkeit 2 Minuten kochen lässt.
Ich sollte in nächster Zeit das Rezept mal auf Agar Agar umstellen!
Dennoch freut es mich, dass du eine tolle Torte erhalten hast.
Lieben Dank für dein Feedback
LG, Jörg

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