Nussiger Zimtkuchen mit Pflaumenfüllung

8. Oktober 2017 16 Kommentare
Zimtkuchen mit Haselnüssen
Wer ein Gebäck sucht, das geschmacklich ein wenig auf die Winterzeit einstimmt, der sollte sich diesen Zimtkuchen einmal genauer ansehen. Fruchtig ist er, wunderbar aromatisch und nicht zuletzt extrem saftig! Selbst 2 Tage nach dem Backen ist dieser Zimtkuchen keineswegs trocken, oder weniger lecker. Ganz im Gegenteil! Durch die Ruhezeit entfalten die Aromen erst so richtig ihren Geschmack und von Trockenheit kann überhaupt keine Rede sein. Somit hat man genug Zeit sich auf seine Gäste zu freuen, ohne voher in Stress zu geraten. Und mal ehrlich: Wie oft kommt man schon in den Genuss, glücklich darüber zu sein, seinen Liebsten einen „alten“ Kuchen zu kredenzen?!

Zimtkuchen mit Haselnüssen

nussiger Zimtkuchen mit Pflaumenfüllung

Zutaten Mürbeteig:
220 g Mehl
110 g Butter
60 g Zucker
1 1/2 EL kaltes Wasser

 

Zutaten Pflaumenfüllung:
1 Glas eingeweckte Pflaumen (ca. 700g)
Saft einer halben Zitrone
40 g Speisestärke
Zutaten Rührteig:
3 Eier
200 g gem. Haselnüsse
140 g Zucker
125 ml Milch
125 ml Sahne
1 EL Zimt
50 g feine Semmelbrösel
1 EL Mehl
1 TL Backpulver
30 g Orangeat
1 Pck. Vanillezucker

Zubereitung: Nussiger Zimtkuchen mit Pflaumenfüllung

Zubereitung: Mürbeteig

Die Zutaten für den Mürbeteig zu einem glatten Teig verkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen.
Eine gefettete Springform (24 cm) mit dem Teig auslegen.
Für ca. 1 Stunde kühl stellen.

 

Zubereitung: Pflaumenfüllung

Die Pflaumen in einem Sieb abtropfen lassen und pürieren.
Das Pflaumenpüree in einen Messbecher geben und mit dem aufgefangenen Saft auf ca. 500 ml auffüllen.
2/3 davon in einen Topf geben und zum Kochen bringen.
Den Rest mit Zitronensaft und Speisestärke verquirlen und in die kochende Masse rühren.
Einmal kurz aufwallen lassen, dann zum Abkühlen zur Seite stellen.

 

Backen des Zimtkuchens:

Backofen auf 180° C Ober/ -Unterhitze vorheizen.
Springform aus dem Kühlschrank nehmen.
Den Mürbeteigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen.
Einen großen Bogen Backpapier auf den Mürbeteig legen und die Springform mit getrockneten Hülsenfrüchten auffüllen. Aufpassen, das das Backpapier auch an den Seiten die Hülsenfrüchte vom Mürbeteig trennt.
15 Minuten backen.
Aus dem Ofen nehmen und Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen.
Orangeat sehr fein hacken.
Eier mit Zucker und Vanillezucker cremig aufschlagen.
Alle restlichen Zutaten dazugeben und sorgfältig unterrühren.
Auf dem vorgebackenen Mürbeteig den Pflaumenpudding verteilen und glattstreichen.
Zimtkuchenteig in die Form füllen.
Ca. 50 Minuten backen.
Zimtkuchen aus dem Backofen nehmen. Noch warm, aber nicht mehr heiss, aus der Form lösen und auf einem Gitter vollständig erkalten lassen.
Nach Belieben mit Puderzucker bestauben.

 

Tipp:

Der Zimtkuchen schmeckt besser, wenn er ein wenig ruhen kann. Am besten einen Tag vorher backen, damit die Gewürze ihr Aroma voll entfalten können.
Ich habe ihn sogar 2 Tage nach dem Backen am leckersten empfunden.
Es besteht auch die Möglichkeit, die Haselnüsse durch Mandeln zu ersetzen, was auch extrem lecker ist. Dadurch kommt der Zimtgeschmack sogar noch etwas mehr durch! Mit Haselnüssen schmeckt der Kuchen allerdings voller. Das ist dann wohl Geschmackssache! 😉
Haselnusskuchen mit Zimt

Zimtkuchen mit Nüssen und Pflaumen

Ein ebenfalls herbstliches/winterliches Rezept ist diese Torte mit Walnussbiskuit. Eine kleine Augenweide, aber auch etwas aufwendiger in der Zubereitung.

 

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16 Kommentare

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16 Kommentare

Hedi Schuster 8. Oktober 2017 at 18:34

Hi Jörg, ich habs nicht so mit dem Blindbacken – was würde passieren, wenn ich den Pflaumenpudding direkt auf den Mürbteig geben würde und zusammen mit dem anderen Teig auf einmal backen würde?

Reply
Joerx 8. Oktober 2017 at 23:28

Hallo Hedi,
ich habe diesen Kuchen zwar noch nicht ohne Blindbacken ausprobiert, denke aber, das es dennoch funktionieren dürfte.
Lediglich der Mürbeteigboden könnte durch diesen fehlenden Arbeitsschritt etwas leiden, bzw weicher werden/durchsaften.
Bei anderen Rezepten habe ich gelegentlich auch schon aufs Blindbacken verzichtet und es hat eigentlich immer irgendwie funktioniert.
Falls du es ausprobierst, wäre ich um eine Rückmeldung dankbar! 😉
LG, Jörg

Reply
Meri 11. Oktober 2017 at 15:12

Hi Jörg,
Was nimmst du für Hülsenfrüchte?
Ging es so mehr Aroma?
Lg meri

(Ich bin schon gabz gespannt wie er schmecken wird, klingt top 👌)

Reply
Joerx 11. Oktober 2017 at 21:35

Hallo Meri,
ich nehme immer die gleichen Hülsenfrüchte!
Es ist ganz egal, ob Erbsen, Linsen, o.ä. hauptsache getrocknet! 😉
Auch Reis geht wohl, hab ich aber noch nicht gemacht.
Wie meinst du das mit dem Aroma?

Reply
Olaf 14. Oktober 2017 at 8:24

Hallo Ihr Backmeister, also ich verstehe den Teil mit den Hülsenfrüchten auch nicht. Was sollen die Hülsenfrüchte bewirken? Wie viel Gramm Hülsenfrüchte nehmt ihr ungefähr? Warum stehen die Hülsenfrüchte nicht auf der Liste der Zutaten? Was passiert nach dem Backen mit den Hülsenfrüchten? Werft ihr diese weg?

Und noch eine Frage zum Mürbeteig. Muss ich diesen ausrollen oder reicht es diesen auf dem Boden der Springform gleichmäßig zu verteilen? Warum muss ich diesen mit der Gabel einstechen? Wird der Teig auch den Rändern hochgezogen oder wirklich nur am Biden verteilt.

Bitte helft mir mal weiter. Rezept klingt super. Stehe total auf Zimt und Winter.

Danke.

Olaf

Reply
Joerx 14. Oktober 2017 at 22:30

Hallo Olaf,
die Hülsenfrüchte dienen dem Beschweren des Mürbeteiges beim Blindbacken.
Durch das Vorbacken weicht der Teig nicht so durch, sobald die feuchten Zutaten eingefüllt werden.
Die Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, o.ä.) können immer wieder hergenommen werden. Meine verwende ich schon einige Jahre!

Natürlich kannst du den Mürbeteig auch einfach mittels Finger in die Form drücken. Eingestochen wird er, damit sich keine Luftblasen unter dem Mürbeteigboden bilden und diesen dann in die Höhe treiben.
Die Springform wird mit dem Mürbeteig ausgekleidet…. ganz, also überall. Boden und Rand.

Ich hoffe, ich habe alle Fragen beantwortet?!?
LG, Jörg

Reply
Katrin 14. Oktober 2017 at 12:29

Hallo Jörg, dieser Kuchen ist ein Gedicht! Gestern Abend gebacken, habe ich mir gerade ein Stück gegönnt. Lecker! Dem
Mürbeteig habe ich noch ein Ei beigefügt (mir war er sonst zu trocken). Dieses Rezept wandert eindeutig in meine „Angebersammlung“😌 Vielen Dank dafür!!!
LG Katrin

Reply
Joerx 14. Oktober 2017 at 22:22

Hallo Katrin,
ganz lieben Dank!
Sogar in die „Angebersammlung“ hat der Kuchen es geschafft, das freut mich!
LG, Jörg

Reply
lancelotta 14. Oktober 2017 at 21:05

DAS wird mein Weihnachtsdinner Kuchen 🙂 !!!

Reply
Joerx 14. Oktober 2017 at 22:16

Das freut mich!
Ganz lieben Dank

Reply
Petra 17. Oktober 2017 at 18:27

Hallo Jörg, könnte ich anstatt der Pflaumen aus dem Glas nicht auch 500ml Pflaumenmus nehmen?

Reply
Joerx 18. Oktober 2017 at 17:51

Hallo Petra,
500 g Pflaumenmus ist aber schon eine ganz schöne Menge! Das würde vermutlich schon funktionieren, aber der Kuchen wird dann extrem danach schmecken, weil Pflaumenmus sehr geschmacksintensiv ist. Aber wenn du das magst, warum nicht?! 😀
LG, Jörg

Reply
Vera 18. Oktober 2017 at 14:31

Lieber Jörg,
was für eine tolle Kombination: Zimt, Pflaumen und Nüsse. Genau das Richtige, wenn es kälter wird. Deinen Kuchen werde ich auf jeden Fall probieren.
Reicht die Menge der angegebenen Zutaten auch für eine 26er Form?

Vielen Dank für die schöne Inspiration!

Liebe Grüße
Vera

Reply
Joerx 18. Oktober 2017 at 17:49

Hallo Vera,
ich denke, die Menge dürfte auch für eine 26er Form reichen. Der Mürbeteig könnte ein wenig knapp werden, aber vermutlich gerade so reichen. Der Kuchen wird allerdings ein wenig flacher, aber das ist ja klar! 😉
Vielen Dank übrigens für das Kompliment!
LG, Jörg

Reply
Ildiko Schmitz-Kilian 20. Oktober 2017 at 9:59

Hallo Jörg,
danke für das tolle Rezept. Ich stehe total auf Nüsse, Pflaumeen und vor allem Zimt. Habe den Kuchen gestern gebacken. Allerdings anstelle der eingeweckten Pflaumen habe ich „frische“ Pflaumen, die ich noch eingefroren hatte mit ein bisschen Zucker püriert und dann aufgekocht. Hat auch geklappt. Freue mich auf weitere tolle Rezepte von Dir!
Liebe Grüße, Ildiko

Reply
Joerx 20. Oktober 2017 at 13:33

Hallo,
vielen Dank für den netten Kommentar!
Freut mich, das deine Abwandlung funktioniert und auch gut geschmeckt hat.
Weitere Rezepte folgen garantiert! 😉
Liebe Grüße, Jörg

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