Halloweenkuchen – abgetrennter Arm – Rumbombe

21. Oktober 2018 4 Kommentare
Halloweenkuchen Halloween cake
Vermutlich ist ein abgerissener Arm als Halloweenkuchen nicht unbedingt das, was sich Gäste zum Kaffee wünschen. Normalerweise bin ich auf kein Fan von Motivtorten, zu Halloween allerdings darf es auch mal etwas Modelliertes sein. Natürlich habe ich bei der Zubereitung sowohl auf Fondant, als auch auf künstliche Farbstoffe verzichtet. Im Inneren befindet sich eine leckere Rumbombe und eingedeckt wird der Kuchen mit Marzipan.
Die Zartbesaiteten sollten aber wohl eher ein Stück aus der Mitte nehmen, mit weniger Blut, ohne Knochen und Muskelstränge.

Halloweenkuchen Halloween cake

Halloweenkuchen – abgetrennter Arm mit Rumbomben-Füllung

Zutaten: Biskuit
5 Eier
140 g Zucker
130 g Mehl
60 g Speisestärke
1 TL Backpulver

 

Zutaten: Marzipan-Haut
200 g Marzipan
80 g Puderzucker

 

zur Dekoration:
Lakritzschnüre (Nahtfaden)
rote Gummischnüre, rote Konfitüre, Kakao
Zutaten: Buttercreme
500 ml Milch
1 Pck. Puddingpulver, Vanille
3 EL Zucker
250 g Butter
außerdem:
2 TL Kakao
c. 5 EL Rum (nach Geschmack)

Zubereitung: Halloweenkuchen – abgetrennter Arm

Vorbereitung: Buttercreme

Einige Esslöffel Milch abnehmen und zusammen mit Zucker und Puddingpulver in einer Tasse verrühren.
Restliche Milch aufkochen.
Tasseninhalt einrühren und noch einmal aufwallen lassen.
Pudding in eine Schüssel füllen und mit Klarsichtfolie luftdicht bedecken, damit sich keine Haut bildet.
Butter aus dem Kühlschrank holen damit sie auf Zimmertemeratur kommt.

 

Zubereitung: Biskuit

Backofen auf 185° C Ober-/ Unterhitze vorheizen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Eier mit Zucker mindestens 3 Minuten auf höchster Stufe aufschlagen.
Mehl, Backpulver und Stärke in einer seperaten Schüssel vermengen und über die Ei-Masse sieben.
Unterheben und auf dem vorbereiteten Backblech verteilen.
Für 12-15 Minuten backen.
Mit Hilfe des Backpapiers vom Backblech ziehen und auskühlen lassen.

 

Zubereitung: Füllung

Als Boden für den Halloweenkuchen einen Streifen von der langen Seite des Biskuits abschneiden.
Dieser sollte auf der einen Seite 8 cm und auf der anderen 5 cm breit sein.
Den restlichen Biskuit zerkrümeln.
Butter schaumig schlagen, dann esslöffelweise den Pudding unterrühren.
Zerkrümelten Biskuit, Kakao und Rum einrühren. Evtl mit Puderzucker nachsüßen.
Füllung in Form eines Unterarms auf dem Biskuitstreifen verteilen. Auf die breitere Seite des Streifens also mehr streichen und zur schmalen Seite flacher werden.
Für ca. 1 Stunde kalt stellen.

 

Zubereitung: Marzipan-Haut

Marzipanrohmasse mit Puderzucker verkneten.
Den Halloweenkuchen mit einem Messer etwas nachformen. Es wird die Form eines Unterarms inc. Handrücken benötigt.
Ungefähr 2/3 des Marzipans zwischen 2 aufgeschnittenen Gefrierbeuteln dünn ausrollen.
Sollte die Marzipan-Haut an manchen Stellen nicht ganz reichen, ist das nicht schlimm. An diesen zusammengestückelten Stellen enstehen tolle Narben! 😉
An diesen Stellen die Haut ein wenig aufwölben und mit Stücken der Lakritzschnecke eine grobe Naht basteln.

 

Fertigstellung:

Aus dem übrigen Marzipan kann nun weitere Dekoration modelliert werden. Ich habe mir für 1 Finger und 4 Fingerknochenansätze entschieden. Außerdem für die Knochenenden von Elle und Speiche auf der Rückseite.
Für den Finger eine Wurst in passender Größe rollen. Mit einer halbierten, blanchierten Mandel als Fingernagel bestücken und an den Gelenken mit einem Messer leichte Falten eindrücken.
Genauso habe ich es damals schon bei dieser schaurig schönen Halloweentorte gemacht 😉
Mit Kakao und/oder Zimt farblich ein wenig nacharbeiten.
An den Halloweenkuchen stecken und diese Stelle so gut es geht verstreichen. Theoretisch könnte man auch auf diesen einen Finger verzichten.
Die Marzipanknochen habe ich nur 1-2 cm tief in den Halloweenkuchen gesteckt. Der Innenteil der Rumbombe ist pur, ohne Schnick Schnack.
Mit Lakritzschnüren und Gummischnüren kann man wunderbar Muskelfasern und den Nahtfaden darstellen.
Alle offenen Stellen und die Narben mit etwas roter Konfitüre ausarbeiten.
Tipp:

Regenwürmer aus Kiba

Die Regenwürmer sind super einfach herzustellen und ein toller Halloween-Gag! Dafür einfach Strohhalme (ausgezogen) mit einem Gummi zusammenbinden und in ein hohes Glas stellen. Ca. 500 ml Kiba mit einem gehäuftem TL Agar Agar verrühren und aufkochen. Etwas abkühlen lassen und über die Strohhalme ins Glas gießen.
Gelieren lassen. Die Strohhalme mit warmen Wasser abspülen und die Würmer aus den Halmen drücken.
Halloweenkuchen Halloweentorte

Halloweenkuchen gruselig und lecker

Halloweenkuchen eklig, aber lecker

Halloween – abgerissener Arm. Schaurig schön!

4 Kommentare

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4 Kommentare

Ute 27. Oktober 2018 at 13:26

*Kreisch* 😱
Unglaublich toll gemacht!! Sehr kreativ.
Ob man allerdings wirklich ein Stück davon „abtrennen“, essen und genießen kann, weiß ich nicht 😅😂. In jedem Fall aber genial.

LG Ute

Reply
Joerx
Joerx 28. Oktober 2018 at 16:18

Hallo Ulrike,
vielen Dank!
Natürlich kann man ein Stück Arm genießen! Falls dir das zu krass ist, kannst du ja einfach vorher die Knochen rausreissen und die Haut abziehen! Ist es dann appetitlicher?! 😉
Liebe Grüße, Jörg

Reply
Alina 1. November 2018 at 11:39

Hallo. Ich habe den Kuchen gestern für Halloween nachgebaut und optisch war er so fies das wir uns echt überwinden sie zu essen. Die anderen fanden sie lecker, ich ehrlich gesagt nicht. Diese zerbröselte bisquitmasse mochte ich nicht aber die braucht man natürlich zum naturgetreuen Formen :). So sind die Geschmäcker halt verschieden aber danke für das Rezept!

Reply
Joerx
Joerx 3. November 2018 at 11:21

Hallo Alina,
vielen Dank für dein ehrliches Feedback!
Tja, leider kann man nicht jedermanns bzw jederfraus Geschmack treffen 😉
Die Masse aus zerbröseltem Biskuit ist halt typisch für Rumbomben, oder Granatsplitter. Ich persönlich liebe die schmierige Konsistenz! 🙂
Zumindest scheint dir der Halloweenkuchen super gelungen zu sein, wenn er optisch so abschreckend war. 😉
Liebe Grüße, Jörg

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