Johannisbeertorte mit Baiser / Johannisbeerbaiser

5. Juli 2020 7 Kommentare
Es gibt viele Gründe, warum diese Johannisbeertorte in meinen Augen genial ist. Sie benötigt nicht besonders viele Zutaten, ist relativ einfach in der Herstellung und es wird keine Zeit zum Dekorieren benötigt. Den wichtigsten Punkt habe ich allerdings noch gar nicht genannt: der Geschmack! Die Kombination aus säuerlichen Johannisbeeren und Baiser schmeckt unwiderstehlich gut! Ich finde sowieso, das Johannisbeeren die perfekte Ergänzung zum zuckersüßen Baiser sind. Das diese Verbindung köstlich ist, weiß man natürlich schon unzählichen Johannisbeerkuchen. Allerdings erreicht diese Variante durch den etwas anderen Aufbau und die zusätzliche Sahnefüllung eine ganz neue Dimension!

Johannisbeertorte mit Baiser / Johannisbeerbaiser

Zutaten: Rührteig
3 Eigelbe (zimmerwarm)
75 g Butter (zimmerwarm)
60 g Zucker
1 EL Milch
90 g Mehl
1/2 TL Backpulver

 

Zutaten: Sahnefüllung
350 ml Sahne
1 Pck Vanillezucker
2 Pck Sahnesteif
Zutaten: Johannisbeerbaiser
4 Eiweiße
140 g Zucker
1 EL Speisestärke
350 g Johannisbeeren

Zubereitung: Johannisbeertorte mit Baiser

Zubereitung: Rührteig

Backofen auf 175° C Ober-/ Unterhitze vorheizen.
Den Boden von 2 Springformen (20cm) mit Backpapier belegen.
Butter mit Zucker schaumig schlagen.
Eigelbe nach und nach unterrühren. Jedes ca. 1/2 Minute.
Mehl und Backpulver vermengen, dann über die Ei-Masse sieben und kurz dazu rühren.
Rührteig halbieren und auf die Springformen verteilen und glattstreichen.

 

Zubereitung: Johannisbeerbaiser

Die Eiweiße schaumig schlagen, dann langsam den Zucker dazurieseln lassen.
Solange weiterrühren, bis die Baisermasse standfest ist und schön glänzt.
Tipp: Es sollte so lange gerührt werden, bis man keine Zuckerkristalle mehr spürt, wenn man ein wenig Baiser zwischen den Fingern verreibt.
Die Speisestärke kurz unterrühren.
Nun die Johannisbeeren behutsam unterziehen.
Johannisbeerbaiser halbieren und wellig auf den Rührteigen verteilen.
Beide Böden auf gleicher Einschubhöhe ca. 25 Minuten goldbraun backen.
Danach auskühlen lassen.
Anmerkung: Besitzt man keine 2 gleichen Formen, kann man die beiden Böden auch nacheinander abbacken.

 

Fertigstellung: Johannisbeertorte

Einen Boden auf eine Tortenplatte legen.
Die Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif standfest schlagen.
Auf dem Boden verteilen.
Übrigen Baiser-Boden in passende Stücke schneiden und auf der Schlagsahne platzieren.
Möglichst frisch servieren.
Anmerkung: Achte unbedingt darauf, das die Sahnefüllung wirklich gleichmäßig und gerade ist. Man neigt gerne dazu, in der Mitte etwas höher zu werden als am Rand. Ich würde sogar am Rand etwas höher mit der Füllung gehen, dann besteht weniger Gefahr, das die oben aufgelegten Baiser-Boden-Stücke seitlich abrutschen. Wirklich schlimm ist das natürlich nicht, aber dennoch möchte ich euch diesen Tipp nicht vorenthalten. Wer sich das Titelbild (und die anderen Fotos eigentlich auch) genau ansieht, wird merken, das meine Johannisbeertorte seitlich auch etwas wegkippt! 😉
Weitere leckere Ideen mit Baiser hätte ich hier:
Himbeerpie mit Baiserhaube

Johannisbeerkuchen mit Baiser

Torte mit Johannisbeeren und Baiser

Johannisbeer-Torte mit Johannisbeerbaiser

7 Kommentare

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Katja 12. Juli 2020 at 11:03

Hallo Jörg, ich habe viele Johannisbeeren eingefroren. Kann man sie auch für die Zubereitung des Baiser verwenden und wenn ja, dann besser gefroren, damit sie nicht an Konsistenz verlieren? Weiße Johannisbeeren gehen doch sicher auch?
Ein Kompliment an deine tolle Seite und die vielen wunderbaren Rezepte. Ich liebe deine Kreationen. 💕
Danke für deine Mühe auf dieser großartigen Seite. Katja

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Joerx
Joerx 17. Juli 2020 at 13:18

Hallo Katja,
gefrorene Johannisbeeren würde ich nicht verwenden. Im gefrorenen Zustand werden sie das empfindliche Baiser beeinträchtigen. Abgetaute hingegen werden soviel Wasser verlieren, das sie das Baiser verwässern. Das ist zumindest meine Annahme!!! 😉 Solltes du es dennoch probieren, wäre ich über eine Rückmeldung seeeeehhhrr dankbar!
Herzliche Grüße, Jörg

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Barbara 12. Juli 2020 at 13:42

Hallo,

aaaalso…..schmechen tut’s. Aaaaber….
Ich habe den Rührteig nach dem Rezept zubereitet und verteilt auf 2x 20cm-Formen. Bei mir ist der Teig in den Mitten flüssig geblieben, auch 10 Minuten über der vorgeschlagenen Backzeit hinaus. Am Rand dagegen war er normal gebacken, nur zu dünn. Sehr ärgerlich, weil man den Kuchen so kaum zusammenbauen konnte. Das nächste Mal werde ich mir einen anderen Rührteig aussuchen und, auch ganz wichtig, etwas mehr Teig machen. Denn der hier beschriebene blieb nicht nur flüssig, es war auch eindeutig zu wenig, nur eine kaum sichtbare Schicht unter dem Baiser.
Trotzdem war das Ergebnis ein ganz wunderbar schmeckender Kuchen. Ich hoffe, andere haben mehr Glück mit dem Rezept. Ich werde mir was anderes ausdenken, wenn ich den Kuchen auch mit anderem Obst bestimmt nochmal machen werde.
Liebe Grüße
Barbara

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Joerx
Joerx 17. Juli 2020 at 13:29

Hallo Barbara,
nach deiner Beschreibung muss dir bei der Zubereitung ein Fehler unterlaufen sein. Zumindest das „Flüssigbleiben“ irritiert mich doch sehr.
Zu der kritisierten Rührteig-Menge: Es soll extra wenig Boden sein, damit man beim Durchstechen mit der Gabel nicht die ganze Sahne aus der Torte drückt. Bei dickerem Teig würde das nämlich passieren. Ich habe mir die Zutaten-Menge auch nicht selbst ausgedacht, sondern ich orientierte mich an der bekannten Himmelstorte, die es schon seit Jahrzehnten gibt und auch funktioniert.
Das soll natürlich kein Vorwurf sein, ich möchte dir damit nur sagen, das die Torte eigentlich schon funktioniert. 🙂
Es freut mich aber sehr, das dir das Ergebnis dennoch geschmeckt hat, wenngleich das Aussehen vermutlich nicht ganz nach deinem Geschmack war! 😉
LG, Jörg

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Barbara 19. Juli 2020 at 12:54

Hallo Jörg,

meine erste und bisher beste Pavlova war dem Koch misslungen, Im Sinne von völlig zerbröselt Da er keinen Ersatz für den Menüpunkt hatte, hat er diese Pavlova nett garniert und trotzdem auf den Tisch gebracht. Mein Machwerk erinnerte ein wenig an das Dessert damals. Sah merkwürdig aus, schmeckte himmlisch.
Mich irritierte, dass der Teig aussen ok war, aber in der Mitte flüssig blieb. Ich bin die Punkte mehrmals durchgegangen, aber ich habe noch nicht herausbekommen, an welcher Stelle ich den Fehler gemacht habe. Vielleicht werde ich es doch nochmal mit deinem Rezept probieren, so schnell gebe ich nicht auf. Geschmeckt hat es ja wirklich gut.
LG, Barbara

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Joerx
Joerx 22. Juli 2020 at 21:11

Hallo Barbara,
wie schön, das dein Machwerk himmlisch schmeckte! 😉
Du bist nun schon die 2. mit dem Problem, das der Teig innen flüssig blieb? Dafür habe ich tatsächlich gar keine Erklärung?! Evlt hast du viel mehr Johannisbeeren verwendet? Durch übermäßig viele Beeren könnte viel Saft ausgetreten sein, welchen das Baiser nicht aufnehmen konnte?! Das wäre tatsächlich mein einziger Tipp!!
Ich hoffe, beim nächsten Mal klappt es besser! 🙂
Aber ganz lieben Dank für deinen dennoch positiven Kommentar.
LG, Jörg

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Lea 3. August 2020 at 20:45

Hallo Jörg,
Mein Mann hat gerade gesagt „Das ist die beste Torte, die du je gemacht hast!“
Das ist ein dreifaches Lob denn erstens habe ich schon seeeeehr viele Touren gemacht (die größtenteils ganz gut schmecken), zweitens mag er eigentlich keine Johannisbeeren und drittens ist er ein urechter Schwabe frei nach dem Motto “ Nix g’sagt isch g’nug g’lobt!“.

Woooow!!! Perfektes Teil! Der Boden ist bei mir genau richtig geworden und ich kann auch die Frage meiner Vorbäckerin oben beantworten: Gefrorene Beeren gehen wunderbar! Ich werde nächstes mal etwas weniger Zucker für die Sahne verwenden, dann habe ich noch etwas mehr Kontrast zum Baiser.
Ansonsten ein reines Gedicht für Augen, Gaumen und Seele!!!
Wie immer ein mega Dankeschön für all die tollen Rezepte! Solltest du je ein Buch daraus machen würde ich das auf JEDEN Fall sofort kaufen!!!
Viele Grüße,
Lea

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